Bauphysik im Holzbau

Energieeffizienz, Schallschutz sowie sommerlicher Wärmeschutz bei Holzbauten sind Herausforderungen, die von Planungsfachleuten und Ausführenden eine hohe Fachkompetenz erfordern. Sie lernen bauphysikalischen Aspekte beim Planen und Umsetzen frühzeitig zu berücksichtigen – für mehr Qualität
und Wettbewerbsfähigkeit.

Kontaktlektionen
18 Kurstage, insgesamt ca. 136 Lektionen
Selbststudium
ca. 200 Stunden
Kreditpunkte (ECTS)
10

Portrait

Das CAS Bauphysik im Holzbau baut auf bauphysikalischen Grundkenntnissen auf und vermittelt spezifische Fachkenntnisse für den Holzbau, erweitern um neue Bautechniken und Materialien.

Mit besonderem Augenmerk auf den Aspekten Behaglichkeit, Energieeffizienz und Ökologie werden die Themen  Wärme-,  Feuchte- und Schallschutz, sowie  sommerlicher Wärmeschutz (Klimadaten 2060) im Holzbau vermittelt. Sie erhalten die Fachkompetenz, um konstruktiv anspruchsvolle und komplexe Holzbauten bauphysikalisch und energietechnisch gezielt zu planen und Bauherrschaften und Planende bei holzbauspezifischen Fragen kompetent zu beraten.

Inhalte

Der Weiterbildungsstudiengang gliedert sich thematisch in fünf Module sowie dem Modul Kompetenznachweis:

Modul 1: Wärme / Feuchte / Behaglichkeit

Modul 2: Wärme- / Hitzeschutz (Klimadaten 2060)

Modul 3: Schall / Akustik / Lärm

Modul 4: Ökologie und Umwelt

Modul 5: Lowtech / Schnittstellen

Modul 6: Abschluss: Projektarbeit / Kompetenznachweis

Ausbildungsziel

Sie...

  • kennen die Grundlagen der Bauphysik und können diese gezielt anwenden:
    Wärme- und Feuchteschutz, Luftdichtheit, Schallschutz und Raumakustik, sommerlicher Wärmeschutz, Hitzeschutz in Verbindung mit Aspekten der Ökologie und Umweltauswirkungen (Netto-Null).
  • kennen die bauphysikalischen und akustischen Anforderungen bei Neu- und Umbauten.
  • berücksichtigen dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen ebenso wie die Vorgaben der Bauherrschaft (Nutzungsziele).
  • sind in der Lage die grundlegenden Dokumente der Projektplanung selbständig zu erarbeiten (Nutzungsvereinbarung und Konzepte).
  • sind in der Lage, Bauteile und Anschlussdetails in der Gebäudehülle so zu planen und zu entwickeln, dass die Vorgaben der Nutzungsvereinbarung eingehalten werden.
  • sind in der Lage Gebäude und Bauteile so zu planen, dass eine gute und gesunde Wohnqualität gewährleistet ist (Thermische Behaglichkeit im Winter und im Sommer, gesunde Luftfeuchte und Raumluftqualität, folgen des Klimawandels.
  • kennen die Grundlagen der Energiebilanz eines Gebäudes.
  • kennen die massgebenden Labels und können die entsprechenden Anforderungen an Bauteile und Detaillösungen daraus ableiten.
  • kennen die wichtigsten Schnittstellen zur Haustechnik, dem Brandschutz wie auch der Statik und können diese holzbautechnisch korrekt planen.
  • sind in der Lage, das erworbene Wissen anhand eines konkreten Projekts (mehrgeschossiger Holzbau) aus der Praxis anzuwenden.

Methodik

Der Weiterbildungsstudiengang wurde in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Planung und Holzbau erarbeitet und zeichnet sich durch seinen hohen Praxisbezug aus. Das vermittelte Fachwissen ist im betrieblichen Alltag unmittelbar einsetzbar und wird an aktuellen, realen Projekten veranschaulicht. Unsere Dozierenden und Fachreferenten vermitteln Ihnen umfassendes Wissen in verschiedenen, attraktiven Lernformen:

  • Vorlesungen, Lehrgespräche und Erfahrungsaustausch
  • Bearbeitung von Fallbeispielen, Gruppenarbeiten und Übungen
  • Besichtigungen aktueller Objekte
  • Inputreferate ausgewiesener Fachleute
  • Coaching und persönliche Betreuung
  • Neuste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung der BFH und anderer F+E-Institute
  • Freies Selbststudium
    (Aufarbeitung der Literatur. Erarbeiten der Projektarbeit, Vorbereitung auf die Abschlussprüfung)

Unsere Weiterbildungen finden grundsätzlich im Präsenzunterricht und mit Exkursionen statt. Einzelne Lektionen können hybrid (vor Ort und online) oder komplett online besucht werden. Ist eine Durchführung vor Ort nicht möglich, werden die Weiterbildungen ausschliesslich im Distanzunterricht via MS Teams durchgeführt.

Zielpublikum

Das CAS setzt bauphysikalische Grundkenntnisse voraus und richtet sich an Architekt:innen & Planer:innen, Bau- und Holzbauingenieur:innen, Techniker:innen Holzbaz, Umwelt- und Energieingenieur:innen, Bauphysiker, sowie Entscheidungsträger:innen, die ihre bauphysikalischen Kenntnisse im Holzbau vertiefen und erweitern möchten.

Studiengebühren

Ausnahmeregelung: Bei einer Anmeldung zu diesem CAS via Webseite EN Bau, wird in Abweichung zum Volltarif der Hochschule der Standardtarif* eines Kompetenzmoduls EN Bau in Rechnung gestellt. *siehe Studiengebühren

ECTS-Punkte

Ausnahmeregelung Kompetenzmodul CAS Bauphysik im Holzbau: Das Abschlusszertifikat des CAS Bauphysik im Holzbau wird mit der vollständigen ECTS-Punktezahl von 12 ausgestellt. An den Studiengang MAS in nachhaltigem Bauen (EN Bau) können aber lediglich 10 der 12 ECTS-Punkte angerechnet werden.

Biel

Herbstmodul 2024  -  Start am 19. September 2024
[ Reguläre Anmeldefrist bis 4 Wochen vor Kursstart ]

Weiterführende Informationen zum Studium:
Unterrichtstage Donnerstag - Freitag

Flyer - Lektionenplan HS23 zur Referenz

Link zur ausführenden Hochschule

Es gelten die AGB und Reglemente der ausführenden Hochschule.