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EN Bau MAS IN NACHHALTIGEM BAUEN

Energiemanagement

Die Umsetzung der politisch beschlossenen Energiewende ist eine Generationenaufgabe, bei welcher die Immobilienwirtschaft eine Schlüsselrolle spielt.
Das CAS Energiemanagement widmet sich in Bezug auf den Energieeinsatz den Keyfaktoren eines erfolgreichen Immobilien-LifeCycle-Managements; dem optimiertem Management von technischen Möglichkeiten, dem Management der Organisation eines Unternehmens und der mit  dem Energiemanagement verbundenen Implikationen bei Konzeption, Planung, Bau, Betrieb, Revitalisierung, Neu- und Nachnutzung von Immobilien in einer Region.
 

Kontaktlektionen

110

Begleitetes Selbststudium

10

Selbststudium

130

Kreditpunkte (ECTS)

10 (CAS)

Nächste Durchführungen

Zürich

Nächster Start 28.9. bis 2.12.2017

5 Unterrichtsblöcke jeweils Donnerstag bis Samstag, Weitere Informationen zum CAS an der ZHAW
Bitte melden Sie sich online unter „Anmeldung CAS“ an.

Anmeldeschluss 15.09.2017

 

Lerninhalte

Technisch- konzeptionelles Energiemanagement

  • Begriffe, Motivation, Nutzen
  • Messkonzepte
  • Messmethoden/Messtechnik
  • Energiekonzepte
  • Datenerfassung
  • Wärmeverbrauchsoptimierung
  • Stromverbrauchsoptimierung
  • Verbrauchsoptimierung weiterer Medien
  • Kennzahlen/Benchmarking
  • Instandhaltung der Anlagen
  • Instandhaltung der Messtechnik
  • Alarmkonzept


Organisatorisches Energiemanagement

  • Aufgaben des Managements
  • Aufgaben, Kompetenzen und Rollen der Beteiligten
  • Kommunikation innerhalb des Unternehmens
  • Kommunikation ausserhalb des Unternehmens / Imagebildung
  • Reporting
  • Versorgungssicherheit
  • Energieeinkauf
  • Kostentransparenz
  • Facility Manager als Energiemanager
  • Nutzerverhalten
  • Energiemanagement in der Gebäudeplanung


Fachliches Energiemanagement

  • Bedeutung des Energiemanagements für den Betrieb von Immobilien
  • Energiedatenmanagement
  • Energiecontrolling
  • Contracting
  • Bedeutung für die regionale Entwicklung
  • Regionale Energiekonzepte
  • Energiestadt
  • Solardachkataster
  • Fallbeispiel
  • Förderlandschaft Schweiz
  • Versorgungssicherheit (überregional)

Nutzen und Anwendungsperspektive
Wird die Vorstellung der „2000 W-Gesellschaft“ auf Unternehmen übertragen, dann ist es auf den ersten Blick schwierig, dies griffig zu machen. Ein wesentlicher Aspekt ist das Nutzerverhalten in diesem Fall von Mitarbeitern. Mit Hilfe von professionellem Energiemanagement werden zwar viele Daten erhoben, aber dennoch ist es sogar für Experten schwer daraus zu schliessen, was oder wer, welchen Verbrauch verursacht hat. Zur Erschliessung von Energieeinsparpoten-zialen werden unterschiedliche Ansätze zum Teil kombiniert verfolgt:

  • Energieeffizienz verbessern
  • rationeller Energieeinsatz
  • Energie-Monitoring und
  • Management von energierelevanten Prozessen

Mit der Steigerung der Energieeffizienz kann auch mit bestehenden Einrichtungen und Anlagen in einer zu bewirtschaftenden Immobilie eines Unternehmens der Energieverbrauch gesenkt werden. Grundvoraussetzungen für ein solches Vorgehen sind chronologisch

  • eine eindeutige Willensäusserung der Geschäftsleitung
  • eine Bestandsaufnahme zur Klärung des Ist-Zustands
  • eine Analyse, Wertung und Gewichtung der Energieverbrauchssituation
  • ein nach Aufwand und Sinnhaftigkeit gestaffelter Massnahmenkatalog
  • eine konkrete Umsetzungsplanung
  • eine Management-Begleitung des Prozesses

Am Ende der Ereigniskette steht das Entscheidende: das Management, also die Planung, die Durchführung und die Steuerung von energierelevanten Prozessen im Unternehmen. Von diesem Energiemanage-ment hängt wesentlich auch die Nachhaltigkeit der getroffenen Massnahmen ab. Dies ist kein einmalig auftretendes Ereignis sondern eine ständig nach zu verfolgende Aufgabe. Es ist wichtig die Transparenz zu (er)halten, um jederzeit im Fall der Fälle bei einer (gravierenden) Änderung der eigenen Energiesituation handlungsfähig zu sein. Eine nachweislich gute d.h. energiesparende Gebäudebewirtschaftung hat Vorteile auf mehreren Ebenen. Als Betreiber werden die Betriebskosten, der Energieverbrauch und somit auch der Ausstoss von Kohlendioxidemissionen reduziert bzw. vermieden

Zielsetzungen

  • Sie verstehen die verschiedenen Methoden und Konzepte im Energiemanagement aus Führungssicht
  • Sie wissen, welche qualitätssichernden Instrumente und Prozesse im Energiemanagement auftreten und wie angewendet werden können
  • Sie sind befähigt, Immobilien hinsichtlich deren energetischen Situation auf Herz und Nieren prüfen, und integrale Optimierungsvorschläge entwickeln zu können
  • Sie kennen die organisatorischen und kommunikativen Herausforderungen bei der Einführung von Energiemanagement
  • Sie sind kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner für alle Fragen zum Energiemanagement bei Immobilien

Zielgruppe
Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Fachpersonen aus Ingenieurwesen, Architektur und Facility Management sowie an Energiefachleute.

Abschluss
Für den erfolgreichen Abschluss (Präsenz und Leistungsnachweis) werden 10 ECTS Credits (European Credit Transfer System) vergeben. Der Leistungsnachweis erfolgt über eine schriftliche Prüfung abgesetzt nach dem letzten Unterrichtsblock.

Lehr- / Lernformen
Der Kurs ermöglicht in hohem Masse den Transfer in den beruflichen Alltag. Dabei geht es nicht nur um Grundlagenwissen sondern um eine anwendungsorientierte Ausbildung beim nachhaltigen Management von Energie in Unternehmen. Fachwissen wird ergänzt mit Lehrgesprächen und Praxisberichten. Der Präsenzunterricht wird ergänzt durch Anwendungsübungen und zwei Vorort-Studienexkursionen bei exemplarischen Projekten.

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